Hier finden Sie aktuelle Nachrichten über Fluglärm, Flughafen-Projekte, Entwicklung der legislativen Aktivitäten, Rechtsprechung und Aktionen unserer Mitglieder

Aktuelles

Ältere Nachrichten finden Sie im Archiv - hier -

10. Februar 2017: Gutachten zu umweltschädliche Subventionen in Deutschland

Laut dem Gutachten des Umweltbundesamt beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland im Jahr 2012 auf über 57 Milliarden Euro. Durch die Energiesteuerbefreiung des Kerosins und durch die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge liegen die anteiligen umweltschädlichen Subventionen für den Luftverkehr bei etwa 11,8 Milliarden Euro für das Jahr 2012. Das Gutachten ist auf den Internetseiten des UBA verfügbar:

Umweltbundesamt: Umweltschädliche Subventionen in Deutschland 2016 - (externer Link) -
Direkter Link auf das Gutachten des Umweltbundesamts - PDF -

10. Februar 2017: Ergebnisse der Evaluierung der EU-Umgebungslärm-Richtlinie

Die EU-Kommission hat im Jahr 2016 untersucht, ob die Umgebungslärm-Richtlinie geeignet ist, das Problem des Umgebungslärms anzugehen und einen Mehrwert gegenüber einzelstaatlichem Vorgehen bietet. Auf der Seite der EU-Kommission können Sie der Studie in Englisch abrufen. Eine deutsche Zusammenfassung ist hier und auf der Seite der EU-Kommission als PDF abrufbar.

Ergebnisse der Evaluation der EU-Umgebungslärm-Richtlinie (englisch) - (externer Link) -
Deutsche Zusammenfassung der Ergebnisse der Evaluation der EU-Umgebungslärm-Richtlinie - PDF -

10. Februar 2017: Bewertungsverfahren für die Änderung von Flugrouten

Im Auftrag des Umweltbundesamtes liegt nun mehr ein Gutachten über Bewertungsverfahren für die Änderung von Flugrouten vor. Flugrouten können für die Flughafenanwohnerinnen und -anwohner erhebliche Lärmauswirkungen haben. Es ist deshalb wichtig, eine lärmwirkungsgerechte Beurteilung der Flugrouten vorzunehmen. Hierfür wurde in einem Forschungsvorhaben ein Bewertungsverfahren entwickelt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Gutachten selbst unter dem folgenden Link:

Bewertung von Flugrouten unter Lärmwirkungsaspekten - (externer Link) -

09. September 2016: Evaluierungsgutachten zum Fluglärmgesetz - BVF-Stellungnahme

Im Auftrag des UBA erstellt das Ökoinstitut aktuell ein Evaluierungsgutachten zum Fluglärmgesetz. Dazu wurden verschiedene Akteure befragt. Die Stellungnahme der BVF können Sie unter dem folgenden Link abrufen.

Evaluierungsgutachten zum Fluglärmgesetz - Stellungnahme der BVF - PDF -

21. August 2016: Hessen veranlasst Messung von Ultrafeinstaub

Hessische Behörden veranlassen Messung von Ultrafeinstaub in der Umgebung des Frankfurter Flughafens. Dazu will das Land Hessen Messgeräte anschaffen, um mehr über das Thema Feinstaub zu erfahren. Eine langjährige Forderungen der Flughafenausbaugegner wird somit erfüllt, die Belastung der Bevölkerung mit Ultrafeinstäuben zu untersuchen. Nicht gelöst ist damit das Problem der fehlenden Grenzwerte und damit der rechtlichen Anforderungen. Bislang ist wenig bekannt über die Wirksamkeit, was Feinstaubpartikel langfristig anrichten können. Insofern ist es zu begrüßen, dass sich das Land Hessen mehr diesem unerforschten Umweltgift widmet.

Dem Ultrafeinstaub auf der Spur (Online-Artikel in der Frankfurter Rundschau) - (externer Link) -

22. Juli 2016: Fluglärmschutzbeauftragte in Hamburg gesetzlich verankert

In Hamburg wurde die Stelle der Fluglärmschutzbeauftragten erstmalig gesetzlich im so genannten Fluglärmschutzbeauftragtengesetz verankert. Mit der gesetzlichen Verankerung wird die Position der Fluglärmschutzbeauftragten maßgeblich gestärkt. Damit hat Hamburg als erstes Bundesland eine gesetzliche Grundlage der Arbeit der Fluglärmschutzbeauftragten geschaffen.

Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt: Fluglärmschutzbeauftragtengesetz - (externer Link) -

20. Juli 2016: Langjähriger Vorsitzender der FLK Frankfurt Richard Müller verstorben

Der Vorstand der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) trauert um den langjährigen Vorsitzenden der Frankfurter Fluglärmkommission Richard Müller, der im Alter von 86 Jahren in Offenbach verstorben ist. Richard Müller war ebenso wie der Ehrenpräsident der BVF, Prof. Dr. Kurt Oeser, schon seit Ende der 60ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts aktiv gegen die Fluglärmbelastungen des Frankfurter Flughafens.

Nachruf für Richard Müller - (interner Link) -

25. Juni 2016: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zur Lüftungsplanung am Flughafen Berlin Brandenburg

Das Urteil des OVG Berlin-Brandenburg, wonach es nicht genügt, einen Zuluftlüfter zu installieren, sondern auch eine Abluftplanung erfolgen muss, ist relevant auch für Fälle, in denen die Schallschutzverordnung angewandt wird.

Weitere Informationen zum Urteil finden sie unter dem folgenden Link:

Zum Anspruch eines Grundstückseigentümers auf Umsetzung der planfestgestellten Nachtschutzauflagen am Flughafen Berlin Brandenburg - (externer Link) -

03. Juni 2016: Neue DLR-Studie: Wie sich Fluglärm auf den Schlaf von Kindern auswirkt

In einer neuen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll untersucht werden, wie der kindliche Schlaf durch Fluglärm beeinflusst wird.

  • Wie lange brauchen Kinder, um abends mit Fluglärm einzuschlafen?
  • Wie häufig wachen sie deshalb nachts auf?
  • Wie häufig und wann findet ein Wechsel von ein tieferes in ein leichteres Schlafstadium statt?

Dafür sollen insgesamt 50 Kinder im Umkreis des Flughafens Köln/Bonn an der Studie teilnehmen. Die Untersuchungen werden zu Hause vorgenommen, also nicht unter künstlichen Bedingungen im Schlaflabor. Die Studie wird von Juni bis Oktober in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführt, die Ergebnisse sollen nicht vor 2018 vorliegen.

Weitere Informationen zur Studie finden sie unter dem folgenden Link:

DLR-Mitteilung zur Studie: Wie wirkt sich Fluglärm auf den Schlaf von Kindern aus? - (externer Link) -

04. Mai 2016: Neue Fluglärmsynopse erschienen

Eine „Neue Fluglärmsynopse“ in englischer Sprache von Kaltenbach, Maschke, Niemann, Führ und Heß zeigt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse speziell beim nächtlichen Fluglärm keinen Zweifel an dessen Gesundheitsschädlichkeit lassen und bei der anstehenden Überarbeitung der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG dringender Handlungsbedarf besteht. Noch nicht berücksichtigt sind allerdings mit Ausnahme des Lernmoduls die Ergebnisse der NORAH-Studie.

Health Impairments, Annoyance and Learning Disorders Caused by Aircraft Noise - (externer Link) -

17. April 2016: Bundestag beschließt Änderung des Luftverkehrsgesetzes

Am 14.4.2016 hat der Bundestag den Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 9.12.2015 mit einer kleinen Änderung in § 8 (Streichen vom "schutzürdig" ) verabschiedet. Zuvorgegangen war am 24.2.2016 eine Anhörung von Sachverständigen im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages.
Die Redebeiträge der Sachverständigen und das Protokoll der Anhörung sowie den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur 15. Änderung des Luftverkehrsgesetzes finden Sie unter den hier angeführten Links:

Redebeiträge der Sachverständigen und das Protokoll der Anhörung - (externer Link) -
Gesetzentwurf der Bundesregierung zur 15. Änderung des Luftverkehrsgesetzes - (externer Link) -

16. April 2016: Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung wählt neuen Vorstand

Der Vorstand hatte zum 16. April 2016 zur alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung einberufen. Einstimmig in ihrem Amt wurden Helmut Breidenbach aus Potsdam als Präsident und Dr. Berthold Fuld aus Bad Homburg als Vizepräsident bestätigt. Als neue Vizepräsidenten wurden Helmar Pless und Rainer Teschner-Steinhardt gewählt. Die Mitgliederversammlung dankte dem früheren langjährigen Vizepräsidenten Prof. Dr. Lutz Eiding aus Hanau, der aus dem Vorstand ausschied.

Mitgliederversammlung 2016 Mitgliederversammlung 2016 Mitgliederversammlung 2016

Den Tätigkeitsbericht finden Sie im passwortgeschützten Mitgliederbereich - hier -

15. April 2016: Fortbildungsveranstaltung Fluglärmbekämpfung

Nach zwei Jahren lud die Bundesvereinigung gegen Fluglärm zu einer weiteren Fortbildungsveranstaltung nach Frankfurt am Main ein. Auf einer sehr gut besuchten Fortbildungsveranstaltung beschäftigte man sich mit der Erstellung eines Luftverkehrskonzepts für Deutschland wie auch mit den Ergebnissen der NORAH-Studie. Neben weiteren Themen wurden auch die Subventionen im Luftverkehr – insbesondere für die Regionalflughäfen - angesprochen.

Fortbildungsveranstaltung Fluglärm 2016 Fortbildungsveranstaltung Fluglärm 2016 Fortbildungsveranstaltung Fluglärm 2016

Weitere Informationen, wie die Tagesordnung und die vorgestellten Präsentationen, finden Sie - zum Download hier -

30. März 2016: Studie - Flughafen Berlin mit niedrigen Flughafenentgelten

Im Auftrag der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen in Brandenburg hat Prof. Thießen von der TU Chemnitz eine Studie zu Flughafenentgelten insbesondere der Berliner Flughäfen erarbeitet. Kernaussage ist, dass die Flughafenentgelte in Berlin ungewöhnlich niedrig sind und dadurch eine Subventionierung erfolgt, eine Steigerung ist geboten.

Studie „Flughafenentgelte - Situation, Probleme, Änderungsvorschläge” - (externer Link) -
Präsentation „Entgeltpolitik von Flughäfen” - (externer Link) -

14. März 2016: EU Kommission startet öffentliche Konsultation zur Eindämmung der Auswirkungen der internationalen Luftfahrt auf den Klimawandel

Die EU Kommission hat eine neue öffentliche Konsultation zur Eindämmung der Auswirkungen der internationalen Luftfahrt auf den Klimawandel gestartet. Alle Bürger und Organisation sind aufgerufen, sich an dieser Konsultation zu beteiligen. Alle Informationen sowie der Fragebogen sind bisher nur auf Englisch einzusehen. Die Konsultation endet am 30. Mai 2016. Bis dahin folgen weitere Informationen.

Consultation on market-based measures to reduce the climate change impact from international aviation - (externer Link) -
Fragebogen zur öffentlichen Konsultation (in Englisch) - (externer Link) -

10. März 2016: Luftverkehrskonzept: Bundesverkehrsministerium veröffentlicht Grundlagenermittlung

Das BMVI hat den Abschlussbericht „Grundlagenermittlung für ein Luftverkehrskonzept der Bundesregierung” veröffentlicht. Auftragnehmer war ein Konsortium aus sechs Beratungsunternehmen unter Leitung der DIW ECON GmbH. In Kürze sollen auch die Ergebnisse der vier dem Abschlussbericht zugrunde liegenden Arbeitspakete zur Markt- und Wettbewerbsanalyse der Deutschen Luftfahrt veröffentlicht werden.

Wir kritisieren insbesondere die nur rudimentär vorgenommene Betrachtung der Umweltauswirkungen des Luftverkehrs. So wird das Thema (Flug)Lärm auf nur einer Seite in trivialer und nahezu beschämender Weise abgehandelt. Bislang wurde seites des BMVI versucht, die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs klein zu reden, während die vermeintlichen Vorteile aufwändig quantifiziert wurden. Gleiches wäre für die Umweltauswirkungen mit nur geringem Mehraufwand auch möglich gewesen. Wird der eingeschlagene Weg bei der Erarbeitung des Luftverkehrskonzepts weiterverfolgt, verkommt es zu einem eindimensionalen Luftverkehrsförderungs-Konzept und ist letztlich wertlos.

Die Auswahl der erarbeiteten 20 Vorschläge erfolgte ohne ausgewogene und damit fachlich fundierte Beurteilungsgrundlage. Den Abschlussbericht können Sie nachfolgend abrufen:

BMVI, Grundlagenermittlung für ein Luftverkehrskonzept der Bundesregierung, 30.11.2015 - (externer Link) -

02. März 2016: Rechtmäßigkeit der Luftverkehrsteuer höchstrichterlich festgestellt

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 1.12.2015 entschieden, dass die Luftverkehrsteuer mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Zuvor hatten sich bereits das Hessische Finanzgericht und das Bundesverfassungsgericht mit der Rechtskonformität der Luftverkehrsteuer befasst. Lesen Sie dazu auch das Urteil des Bundesfinanzhofs und die dazugehörige Pressemitteilung:

Urteil des BFH zur Luftverkehrsteuer vom 1.12.2015 - (externer Link) -
Pressemitteilung des BFH vom 2.3.2016 zum Urteil zur Luftverkehrsteuer - (externer Link) -

23. Februar 2016: Öffentliche Anhörung im Verkehrsaussschuss des Bundestages zur Änderung des LuftVG

Am 24.2.2016 führt der Verkehrsausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Entwurf eines 15. Gesetzes zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes durch, zu der mehrere Sachverständige eingeladen sind. Den Gesetzesentwurf und die schriftlichen Stellungnahmen aller Sachverständigen können Sie unter folgendem Bundestag-Link abrufen:

Weitere Infos unter dem Bundestag-Link - (externer Link) -

24. November 2015: Stellungnahme zur Bundesratinitiative der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen

Am 27.11.2015 befasst sich der Bundesrat mit dem Gesetzesantrag der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen für ein Gesetz zum besseren Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm (Bundesratsdrucksache 550/15). Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Arbeitskreis „Ärzte gegen Fluglärm” begrüßen diese Bundesratsinitiative. Gerade hat uns die Lärmwirkungsstudie NORAH vor Augen geführt, dass dauerhafter Fluglärm erhebliche Verschlechterungen der Gesundheit der Menschen bedingt. Damit hat die Studie erneut den dringenden Handlungsbedarf zum Schutz der Menschen vor Fluglärm aufgezeigt. Zwar bleibt der aktuelle Entwurf aus Sicht des Fluglärmschutzes hinter dem Entwurf aus dem Jahr 2013 zurück, dennoch weist die neue Bundesratsinitiative einige wichtige Fortschritte auf.

Stellungnahme des AK „Ärzte gegen Fluglärm“ zur Bundesratinitiative der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen - PDF -

24. November 2015: DLR-Forschungsprojekte zum Fluglärmschutz wird fortgesetzt

Am 24. November informierte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über die Fortsetzung von zwei Forschungsvorhaben zur Reduzierung von Fluglärm. Die ein bzw. drei Jahre dauernden Forschungsprojekte werden vom Forum Flughafen und Region (FFR) mit insgesamt 950.000 Euro gefördert. Im Auftrag des Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH) wird das DLR voraussichtlich im Spätsommer 2016 ein Piloten-Assistenzsystem für ein lärmoptimiertes Anflugverfahren im Regelbetrieb des Flughafens Frankfurt testen. Außerdem untersucht das DLR in einem weiteren Forschungsprojekt, wie sich der segmentierte Anflug zur Lärmentlastung von dichtbesiedelten Siedlungsschwerpunkten, von den verkehrsarmen Randzeiten auf weitere Tageszeiten mit mehr Flugverkehr übertragen lässt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte auf den Seiten des DLR - (externer Link) -

22. November 2015: Vorstellung der NORAH - Studie

Die NORAH-Studie wurde auf der ICANA 2015 (12. - 13. November 2015) von den Wissenschaftlern ausführlich vorgestellt. Die gesamte Konferenz ist in Form einer Videodokumentation, auf der auch die einzelnen Präsentationen jeweils eingeblendet sind, abrufbar. Der Deutsche Fluglärmdienst e.V. (DFLD) hat dabei besonders relevante Passagen hervorgehoben.

Videodokumentation auf den Seiten des Umwelt- und Nachbarschaftshaus - (externer Link) -
Videodokumentation auf den Seiten des Deutscher Fluglärmdienst e.V. - (externer Link) -

02. November 2015: Bundesrat befasst sich mit 15. Novelle des Luftverkehrsgesetzes

Am 6. November befasst sich der Bundesrat mit den Empfehlungsbeschlüssen der Ausschüsse des Bundesrates zum Entwurf eines Fünfzehnten Gesetzes zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes. In einer gemeinsamen Stellung appellieren die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Verkehrsclubs Deutschland (VCD) an die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, dass diese Novelle des Luftverkehrsgesetzes zu einer umfassenden Reform im Interesse der zahlreichen von Fluglärm betroffenen Menschen in Deutschland genutzt werden sollte.

Gemeinsame Stellungnahme von BVF, ADF, BUND und VCD zur 15. Novelle des Luftverkehrsgesetzes - PDF -
Empfehlungen der Ausschüsse des Bundesrates (Drs. 439/1/15) zur 15. Novelle des Luftverkehrsgesetzes - PDF -

15. Oktober 2015: Bundesregierung legt einen Gesetzentwurf zur Änderung des LuftVG vor

Die Bundesregierung hat dem Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Luftverkehrsgesetz vorgelegt (Bundesratsdrucksache 439/15). Für den Schutz vor Fluglärm bringt diese 15. Novelle des LuftVG nicht allzu viel Fortschritte. Der Gesetzentwurf regelt lediglich die Anforderungen einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Falle einer wesentlichen baulichen Änderung oder eines Neubaus eines Flughafens oder Flugplatzes. Derartige wesentliche Änderungen bzw. Neubauten werden in den nächsten Jahrzehnten kaum noch vorkommen. Für die Vielzahl der aktuell von Fluglärm betroffenen Menschen ist damit nichts gewonnen. Die Bundesregierung will mit dieser Novelle offensichtlich das EU-Vertragsverletzungsverfahren abwenden, das seit Mai 2013 von der Europäischen Kommission gegen die Bundesregierung wegen unzureichender Anwendung des UVP-Rechtes bei der Festlegung von Flugrouten angestrengt worden ist.

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm hat in ihrer Stellungnahme an die Bundesregierung dargestellt, dass diese halbherzige Novelle des Luftverkehrsgesetzes eine verpasste Chance darstellt, mit einer Neuregelung der Festlegung von Flugverfahren (Flugrouten) eine verbesserte Berücksichtigung von Fluglärmminderungspotentialen zu erreichen. Die Stellungnahme der BVF findet sich hier.

Stellungnahme der BVF zur 15. Novelle des Luftverkehrsgesetzes - PDF -
Zum Gesetzentwurf des Bundesrats - (externer Link) -

10. Oktober 2015: Entwicklung der Flugbewegungen von 2010 bis 2014

In der unten dargestellten Tabelle ist die Entwicklung der Flugbewegungen der zwölf wichtigsten deutschen Flughäfen ersichtlich. In den Zeilen unter den Flugbewegungen sind Nachtflugbewegungen in Prozent angegeben. Diese Tabelle können Sich sich auch als PDF-Datei herunterladen.

Flughafen 2010 2011 2012 2013 2014 Veränderung
zum Vorjahr
Veränderung
zum Durchschnitt
2011-2013
Frankfurt/Main
(Fraport)
464.432 487.162 482.242 472.692 469.026 -0,8 % -1,6 %
Nachtflüge
in Prozent
10,0 % 9,4 % 7,6 % 6,8 % 6,7 %
München II 389.939 409.956 398.039 381.951 376.678 -1,4 % -4,6 %
Nachtflüge
in Prozent
5,7 % 5,7 % 5,7 % 5,5 % 5,6 %
Berlin
(Tegel + Schönefeld)
235.165 242.961 242.872 240.031 252.521 5,2 % 5,1 %
Nachtflüge
in Prozent
7,4 % 6,3 % 6,3 % 6,4 % 6,5 %
Düsseldorf 215.544 221.672 217.202 210.825 210.720 0 % -7 %
Nachtflüge
in Prozent
4,7 % 4,0 % 4,7 % 4,6 % 5,0 %
Hamburg 157.180 158.096 152.896 143.801 153.879 7,0 % 0,6 %
Nachtflüge
in Prozent
3,4 % 3,3 % 3,5 % 3,7 % 4,2 %
Stuttgart 137.800 136.580 131.524 124.588 124.452 -0,1 % -6,2 %
Nachtflüge
in Prozent
1,1 % 1,0 % 1,0 % 0,95 % 1,0 %
Köln/Bonn 134.317 130.921 125.335 120.385 123.241 2,4 % -3,5 %
Nachtflüge
in Prozent
25,0 % 26,0 % 28,3 % 29,1 % 29,4 %
Hannover 75.725 80.699 80.128 76.060 76.031 0 % -2,7 %
Nachtflüge
in Prozent
13,5 % 13,5 % 17,4 % 14,5 % 14,5 %
Nürnberg 70.779 67.717 64.375 62.639 61.257 -2,2 % -7,7 %
Nachtflüge
in Prozent
8,1 % 9,4 % 9,0 % 10,0 % 11,0 %
Leipzig/Hallo 62.247 64.097 62.688 61.688 63.569 3,0 % 1,4 %
Nachtflüge
in Prozent
47,7 % 48,6 % 48,4 % 48,3 % 47,2 %
Bremen 46.409 45.412 44.737 44.263 45.987 3,9 % 1,7 %
Nachtflüge
in Prozent
5,5 % 4,5 % 4,0 % 4,0 % 3,8 %
Münster/Osnabrück 38.309 40.543 34.112 32.849 34.844 6,1 % -4,4 %
Nachtflüge
in Prozent
11,9 % 11,1 % 9,5 % 7,4 % 4,0 %

Flugbewegungen an den zwölf wichtigsten internationalen deutschen Verkehrsflughäfen (2010-2014) - PDF -
Nachtflugbewegungen an den größten deutschen Verkehrsflughäfen (2010-2014) - PDF -

20. August 2015: Ehemaliges Vorstandsmitglied Oskar Vincenti verstorben

Mit großer Trauer nimmt die Bundesvereinigung gegen Fluglärm Abschied von Oskar Vincenti. Er war bereits 1967 Gründungsmitglied des Verbands und damit ein Mann der ersten Stunde. Über zweieinhalb Jahrzehnte wirkte er in unserem Vorstand. Mit ihm verlieren wir eine der profiliertesten Persönlichkeiten Deutschlands im Kampf gegen Fluglärm. Unvergessen vor allem sein Engagement für die Anwohner rund um den Flughafen München, als Einzelperson und mit seiner Schutzgemeinschaft auch in langjährigen Gerichtsverfahren. Auch wenn seine Gesundheit in letzter Zeit etwas angegriffen war, imponierte immer noch seine Entschlossenheit, sein wacher Verstand und dazu eine gehörige Portion Humor. So möchten wir ihn auch in Erinnerung behalten und verneigen uns mit Respekt vor seiner Lebensleistung.

Grabrede für die Bundesvereinigung gegen Fluglärm zum Tode von Oskar Vincenti - (interner Link) -

27. Juli 2015: Aktuelle Studie der Deutschen Bank zu den Regionalflughäfen in Deutschland

In einer aktuellen Studie setzen sich die Analysten der Deutschen Bank sehr kritisch mit Regionalflughäfen auseinander. Mit wenigen Ausnahmen waren die Jahresergebnisse der Regionalflughäfen in den letzten rd. zehn Jahren negativ. Die Hälfte der Regionalflughäfen hat seit 2005 noch nie einen Gewinn ausgewiesen. Die erhofften positiven Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft sowie der verkehrswirtschaftliche Nutzen sind gering.

Das gesamte Passagieraufkommen an den deutschen Regionalflughäfen sank von 2010 bis 2014 stetig. Im längerfristigen Vergleich lag es 2014 nur um knapp 5% über dem Niveau von 2005. Die Analysten sehen sich in ihrer Skepsis, die sie in einem Bericht von 2005 gegenüber Ausbauplänen an Regionalflughäfen geäußert haben, bestätigt.

Zum Artikel der Deutschen Bank - (externer Link) -
Der Artikel zum Download - PDF -

25. März 2015: Das Flugzeug ist das mit Abstand umweltschädlichste Verkehrsmittel

Mehr als andere Verkehrsträger wird die Luftfahrt subventioniert - vor allem durch Verzicht auf Kerosin- und Mehrwertsteuer. Als „größten energetischen Skandal der Gegenwart“ thematisiert ZEIT ONLINE diesen Fakt.

Zum Artikel „Die subventionierte Umweltsau“ in ZEIT ONLINE - (externer Link) -

04. März 2015: Bedarfsprüfung zum Terminal 3 am Frankfurter Flughafen vorgestellt

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat am 4. März die Ergebnisse der Bedarfsprüfung zur Notwendigkeit eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen vorgestellt. Das Ergebnis der Bedarfsprüfung für Terminal 3 enthält deutliche Kritik an der Methodik der Intraplan Consult GmbH.

In der vorgestellten Bedarfsprüfung heißt es: In beiden Fraport-Gutachten fehlt der Nachweis, dass die verwendeten Modelle zumindest für die Vergangenheit nachprüfbar richtige Ergebnisse geliefert hätten. Diese so genannte Kalibrierung dient dazu nachzuweisen, dass ein Modell mit den bekannten (wirtschaftlichen) Kennzahlen aus der Vergangenheit (bspw. Ticket- und Ölpreis, BIP aus den Jahren 2010 – 2012) die weitere Entwicklung der Passagier- und Flugbewegungszahlen (hier: 2013 – 2014) zutreffend vorhergesagt hätte. Die Dokumentation der Kalibrierung fehlt in beiden Fraport-Gutachten, obwohl dies wissenschaftlicher Standard ist. Das Fehlen dieser Dokumentation nennen die qualitätssichernden Gutachter „unverständlich“ und „einer der größten Kritikpunkte beider Studien“.

Laut der Prognose der Intraplan Consult GmbH hätte das Passagieraufkommen 2014 ca. 73 Millionen Passagiere betragen müssen. Tatsächlich liegt es bei knapp 60 Millionen. Bei den prognistizierten Flugbewegungen fällt dieser Unterschied noch krasser ins Auge (Prognose: über 600 Tausend Flugbewegungen, Tatsächlich: 469 Tausend Flugbewegungen). Ungeachtet dieser offensichtlich ungenauen oder sogar falschen Prognose wird das zugrunde liegende Modell nicht korrigiert und prognostiziert ein Passagieraufkommen von über 85 Millionen Passagiere im Jahre 2030. Woher dieses Wachstum bei den derzeitigen erwarteten wirtschaftlichen Wachstumsraten kommen soll, bleibt dem kritischen Leser vorenthalten.

Auch in einer Studie aus dem Jahre 2014 zeigten Michael Hergert und Friedrich Thießen von der Universät Chemnitz, dass Luftverkehrsprognosen systematisch überschätzt wurden. In der Zusammenfassung der Studie heißt es: ... liegt die Vermutung nahe, dass im Rahmen der Genehmigungsgutachten die Worst-Case-Prognosen gezielt zuniedrig angesetzt werden (Unterschätzung), während die Planfallprognosen zu hoch angesetzt werden (Überschätzung), um das jeweilige Ausbauvorhaben in einem bedeutenderen Licht erscheinen zu lassen.

Zur Pressemitteilung des hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung - (externer Link) -
Präsentation Bedarfsprüfung Terminal 3 - (PDF - externer Link) -
Fehlprognosen im Luftverkehr - Eine neue Studie der TU Chemnitz - (PDF - nur für Mitglieder) -

Im Februar 2015: „Tags gegen Lärm“ - Sternfahrt nach Berlin geplant

Anläßlich des „Tags gegen Lärm“ organisieren die Bürgerinitiativen (gegen Verkehrslärm) am 29.04.2015 eine Sternfahrt nach Berlin. In Berlin findet an zentraler Stelle eine Kundgebung statt. In der Nähe des Bundestags wird es ein wichtiges Symposium zum Thema „Lärm“ geben. Neben einer Pressekonferenz sind Mahnwachen am Brandenburger Tor, am Alexanderplatz und an der Gedächtniskirche und evtl. am Verkehrsministerium geplant. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem hier verlinkten Anschreiben an die Bundesvereinigung.

Anschreiben an die Bundesvereinigung gegen Fluglärm - PDF -